Enkele uittreksels uit de reacties n.a.v. het artikel in St.Georg, die door dit blad ook zijn gepubliceerd op hun homepage
Wij publiceren ons relevant lijkende citaten. Dit betekend niet, dat dit onze menig voorstelt, maar het geeft wel een illustratie wat onder paardensportvrienden leeft, die de tendens in de hedendaagse hippische topsport met zorg bekijken.
voor de gehele publicatie kunt u terecht op http://www.st-georg.de/
Walter Zettl (VS)
Auteur van het boek
Dressur in Harmonie von der Basis bis zum Grand Prix (ISBN 3-88542-381-1))
Die Dressur sollte durch Gymnastizierung das Pferd und dessen Gänge stärken und veredeln, unter zwanglose Kontrolle bringen, um alle Lektionen und Übergänge an jedem beliebigen Ort und Zeit abrufen zu können. Es soll eine gleichberechtigte harmonische Partnerschaft angestrebt werden, die auf gegenseitigen Respekt aufgebaut ist.
Was man heutzutage in der Reitbahn und auf Abreiteplätzen zu sehen bekommt und in Zeitschriften liest, ist Versklavung und Vergewaltigung dieses herrlichen Tieres.
Nur seiner unendlichen Geduld und Hingabe bis zum Äußersten, haben wir es zu verdanken, dass es uns trotz seiner Stärke überhaupt in seine Nähe lässt.
Oft muss man sich fragen warum mancher Reiter diesen Dressursport so ausübt, als würden sie ihren Partner Pferd hassen und mit erdachten Hilfsmitteln grausam quälen; dazu gehören die so oft vorgeführten stark überzäumten an die Brust gezogenen Pferde.
Fraglos haben sie damit sehr große Erfolge. Man kann diese Art der Ausbildung, wenn man ein Herz für Tiere hat, nicht billigen, sondern muss es verurteilen und ablehnen.
Solange die Turnierleitung, Richter, FN und FEI nichts unternehmen dies zu unterbinden, wird sich diese Quälerei nur noch steigern.
Sjef Janssen fragte sich, was in die “Prüden Amerikaner” gefahren ist. Dies will ich ihm beantworten. Es ist in Amerika gang und gebe, dass die Menschen in diesem Land auch die Sachen ansprechen, die gegen die Moral und das Wohlbefinden eines Menschen oder Tieres verstoßen, und sich dagegen auflehnen.
Wenn man wie Anky im Rampenlicht steht, darf man sich nicht nur darin sonnen, sondern man muss auch Kritiken sportlich hinnehmen. In dem “Prüden Amerika” besteht immer noch Rede- und Pressefreiheit, durch die man sogar den Präsidenten kritisieren darf.
Leider Gottes kann das arme Pferd seinen Schmerz nicht hinaus schreien. Was müssten wir uns dann für ein Geschrei und Geheule in den Reitbahnen, Abreiteplätzen und Dressurvierecken anhören. Schade, dass die Natur unsere Pferde so grausam vernachlässigt und ohne Schmerzensschreie ausgestattet hat. So muss es geduldig immer wieder jeden Schmerz und Qualen ertragen.
Martin Plewa
Schulleiter Westfälische Reit- und Fahrschule Münster
Auteur van het boek Profitips für Reiter ISBN 3-440-06349-6)
Alle Ausbilder, Richter und Reiter, die sich bei ihrer Tätigkeit in der Reitbahn, auf dem Turnier oder im Sattel um die Umsetzung der richtliniengemäßen Ausbildung der Pferde bemühen, müssen mit Dankbarkeit die längst fällige Aufarbeitung fragwürdiger Wege im Dressursport durch den St. Georg begrüßen. Wie sollen wir unsere Reitlehre, die in der Natur des Pferdes, seiner Physiologie, seiner Biomechanik und im funktionellen Zusammenwirken seiner Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke logisch begründet ist, noch glaubwürdig vermitteln?
Woche für Woche werden auf Turnieren der Natur des Pferdes widersprechende Ausbildungsmethoden akzeptiert und mit hohen Platzierungen Reitweisen honoriert, die mit z. T. recht rüder Einwirkung einher gehen, wie vom St. Georg treffend beschrieben. Dabei ist die zur "Ausbildungsmethodik" stilisierte Reitweise nicht auf Repräsentanten aus unserem Nachbarland beschränkt, auch nicht nur auf die Disziplin Dressur. Aber es ist schon so, dass in dieser Sparte, die als wesentlichen Daseinszweck die Darstellung mehr ästhetischer als athletischer Bewegungsabläufe beinhaltet, die zirzensische Abrichtung mit extremen Unterordnungsmethoden honorabel bis zum Olympiasieg geworden ist. Da werden alle Bekundungen, dass es sich bei diesen Ausbildungsauffassungen um "Irrlehren" handele (siehe u.a. Stellungnahme der FN vom 30.7.), zu wirkungslosen Lippenbekenntnissen, die nicht einmal zur Beruhigung längst aufgebrachter Pferde -(und Dressur-) Freunde dienlich sein können.
Es muss klar sein: extrem aufgerollte, heruntergezogene und seitlich weg gebogene Hälse berauben die Pferde ihrer natürlichen Balancemöglichkeit, bedeuten daher körperlichen und mentalen Stress. Dabei wird u.a. der Pferderücken in seiner natürlichen Funktion als „Bewegungszentrum“ blockiert und geschädigt. Es ist demnach kein Wunder, dass immer mehr Pferde, bei denen diese "Methode" angewandt wird, das Mitmachen bis zur Widersetzlichkeit verweigern, oder zumindest an extremer Schweißbildung den Stress auch äußerlich erkennen lassen. Auch das Herausquetschen spektakulärer, gespannter Tritte ist mental wie körperlich schädlich, da es ebenso das Pferd am zweckmäßigen und naturgegebenen Gebrauch seiner Muskulatur hindert. Damit wird dem Pferd das selbstverständliche Bewegen unter dem Reiter zusätzlich und unnötig erschwert. Folgen dieser reiterlichen Missstände zeigen sich u. a. darin, dass das Pferd besonders im Schritt und im Halten das Reitergewicht immer schlechter tragen kann. Nachlassende Schrittqualität in höheren Dressuren und „Überreiten“ von Grußaufstellungen lassen sich so einfach erklären.
Daher gehört solches Reiten, wo auch immer praktiziert, verurteilt als "nicht pferdegerechte Methode", "die zu ahnden ist", wie es in den Ethischen Grundsätzen des Pferdefreundes (FN 1995) wörtlich heißt. Alle Verantwortlichen sind nun aufgerufen, den Beweis anzutreten, dass diese Ethischen Grundsätze nicht nur beschriebenes Papier sind, sondern Richtschnur für unser Verhalten im Umgang mit dem Pferd.
Wir brauchen keine neue Reitauffassung, erst recht keine Affäre wie etwa 1990. So etwas droht sich aber anzubahnen, wenn solch fragwürdigen, z.T. sehr ruppigen Reitmethoden nicht Einhalt geboten wird, konsequenterweise vor allem bei denen, die auf Grund ihrer Erfolge Vorbildfunktion zu erfüllen hätten.
Wir brauchen die gemeinschaftliche Einsicht, dass die gewünschte Harmonie nicht mit Druck, Zwang oder gar Gewalt auf Kosten des körperlichen und mentalen Wohlbefindens des Pferdes erreicht werden kann. Und wir brauchen in diesem Bewusstsein ein gemeinsames Eintreten aller Beteiligten und Betroffenen für unsere Reitlehre, die nach Meinung aller Experten die beste der Welt ist und die ein "Reiten gegen die Natur des Pferdes" nicht vorsieht.
Paul Stecken, Münster (opleider FN)
In früheren Jahren haben sehr erfolgreiche Reiterinnen und Reiter wie z.B. Liselott Linsenhoff, Josef Neckermann, Harry Boldt, Reiner Klimke und andere, ebenso alle Ausbilder, auch mein Bruder Albert und ich, Ausbildungsmethoden, die Sie in ihrem Bericht durch Bilder erklären, als höchst nachteilige Vorbilder, unreiterlich und nicht mit der überlieferten Lehre vereinbar, entschieden abgelehnt.
Wenn auch – neben Totalausfällen – einige Pferde große Erfolge „trotzdem und nicht deswegen“ erzielen konnten, besonders wegen der durch die Zucht deutlich verbesserte Qualität der Pferde und der großen Erfahrung der Reiter, wohl auch wegen Irritation bei einigen Richtern, bleibt diese Ausbildungsemthode falsch, unnötig und ist gegen die Natur des Pferdes. Zu beobachten waren: Wenig konsequentes Kontrollieren auf den Abreiteplätzen. Gute Lektionen werden zu Recht hoch bewertet, schwächere Lektionen dagegen wie enger Hals und Stirnlinie deutlich hinter der Senkrechten, fester Rücken und nachhaltiges Schweif schlagen, Taktunsicherheiten, werden des öfteren auch noch gut bewertet. Man kann auf dem Viereck erkennen, was auf dem Abreiteplatz vorbereitet wurde.
Erfreulicherweise sieht man auf Vorbereitungsplätzen oft auch korrektes Abreiten. Pferde, die erfolgreich vorgestellt werden, ohne Spannung, Schweif schlagen in richtiger Anlehnung. Selbst erlebe ich „richtiges Reiten“ mit Ingrid und Michael Klimke, wie in früheren Jahren mit ihrem Vater. Auf einer Fahrt vom Hamburger Bundeswettkampf zum Turnier Bad Oyenhausen, sagte mir mal Gustav Rau, er hatte dort gerichtet und Westfalen gewonnen, sehr nachdenklich: Die Dressurrichter entscheiden mit ihren Bewertungen über die Qualität des Dressurreitens, eine große Verantwortung, um Fehlentwicklungen vorzubeugen. An diesen Satz habe ich oft denken müssen.
Neues sagen Sie dem kundigen Beobachter mit diesem Artikel nicht. Und wie kommen wir nun raus aus diesem Dilemma?
1. Nehmen Sie das große Geld aus dem Reitsport. Exorbitante Siegprämien sind auch Einladungen zur Tierquälerei.
2. Machen Sie die Richter unabhängig. Solange die Richter von den Veranstaltern ausgesucht werden, werden sich diese nicht gegen den Strom der Zeit und des Geldes stellen.
3. Machen Sie die Richter kundig. Richter, die beispielsweise das „spektakuläre“ Strampeln mit den Vorderbeinen für ein Zeichen guter Trabverstärkung halten, beweisen nur, dass sie keine Ahnung haben.
…………..
Ich gratuliere Ihnen zur Bestandesaufnahme und zur konstruktiven Kritik. Der interessierte Laie hat sich die in Ihrem ausgezeichneten Bericht ergebenden Fragen schon lange gestellt. Es ist doch so: Ein Grand Prix Pferd für den Auftritt im großen Viereck ist so etwas wie ein Lotto-Sechser, den hat man auch nicht jedes Jahr. Aber gewissen Damen“ und Herren der so genannten „Dressurelite möchten möglichst immer und beständig einen vierbeinigen Lotto-Sechser“ unter dem Hintern haben, sei es für einen späteren gewinnreichen Verkauf, sei es zur Befriedigung des Egos. Und da sich „vierbeinige Lotto-Sechser“ nicht beliebig einstellen, versucht man sie eben heranzuziehen.
………………..
Sehr geehrter Herr Bundestrainer Schmezer, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Wassermeyer, sehr geehrte Frau Vorsitzende des FEI-Dressurausschusses Mariette Withages, sehr geehrte Tierschutzbeauftragte der FN!
Es ist an der Zeit, dass Sie Stellung beziehen zur Kritik des ST-GEORG and e Rollkur-Ausbildung im Dressursport, die durch entsprechende Fotos der Weltspitzenreiter endrucksvoll belegt wird und auf nahezu jedem Turnier zu beobachten ist. Schließlich zeigen viele Spitzenreiter, wie es geht, dieses mit starken mechanischen Hebelnd erzwungene Überzäumen der Pferde. Wer Verantwortung im Reisport Übernimmt, hat diese auch wahr zu nehmen und nicht die Augen vor unakzeptablen Praktiken zu verschließen, auch wenn diese Praktiken im Viereck nicht signifikant werden. Die Freunde des Dressursports, vor allen Dingen aber die Pferdefreunde, warten auf ihre Stellungnahmen!
…………...
Was können wir tun, um die Nutzung unserer braven Pferde nicht zum Element unserer „Spaßgesellschaft“ verkommen zu lassen? Diese Frage muss man auch an die FN richten, die ja nicht genug Leute bis hin zum Kleinstkind (Sogar auf Turnieren in Turnierkleidung mit der stolzen Mama am Ende der Führleine) auf das Pferd setzen kann.
Richter, die in den schwersten Prüfungen solche Ritte und auf diese Weise „ausgebildete“ Pferde mit höchsten Noten versehen, richten auf Grund des Vorbildcharakters, den solche Ritte bekommen, einen unermesslichen Schaden an. Ich habe schon oft Turnierplätze verlassen und mich mit der Frage befasst: Was wollen solche Richter eigentlich sehen? Wieso hat das, was du eben beobachtet hast, nichts mit der von der FN ausdrücklich (und zu Recht) als einzig wahre Lehre verteidigte Reitweise zu tun. Ich habe inzwischen großes Verständnis für Reiter, die sich von der Turnierreiterei abgewendet haben, weil sie diesen Spagat zwischen Theorie und Turnierpraxis nicht mehr bewältigen können oder wollen
Man hat den Eindruck nicht jeder Richter hat die eigene reiterliche Fundierung und Erfahrung eines losgelassen gehendes Pferdes. Es ist kein Kunststück die Anzahl der Piaffetritte oder der fliegenden Wechsel zu zählen. Z.B zu erkennen, ob das Pferd an das Gebiss tritt und „reell geritten“ ist, daran fehlt es vieler Orten. Dressurrichten ist auch etwas zur Show verkommen und degeneriert, wie der Dressursport. Auch in Deutschland.
Ich denke, der Dressursport braucht mutige Richter, die auch vor großen Namen nicht zurückschrecken und auf dem Abreitplatz auch mal eingreifen, wenn das Publikum auf Missstände hinweist.
Eine kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Pferdeausbildung ist aus meiner Sicht wichtiger denn je. Ich halte es für sehr bedenklich, mit welchen Mitteln einige unserer „Spitzenreiter“ ihre Erfolge erzielen. Viel schlimmer sind jedoch ihre Nachahmer. In jedem noch so kleinen Reitstall sehen sich schon Kinder und Jugendliche genötigt dem Pferd z.B. mit Schlaufzügeln so an den leib zu rücken, dass ich als Reitlehrerin der klassischen Variante nur wenig Verständnis für angebliche neumodische Methoden aufbringen kann.
„Wenn das Können endet, beginnt die Brutalität“ – eine alte Weisheit. Die große Zahl der Reiter, die aus Freude am Reiten und Liebe zu Pferd diesen Sport ausübt dankt Ihnen, dass Sie als Anwalt der Pferde in die Öffentlichkeit treten und klar stellen, dass das, was wir im großen Sport sehen, größtenteils keineswegs vorbildlich ist. Wir müssen Diener der Reiterei bleiben und uns den Naturgesetzen unterwerfen. Die Verbindung Genie und Wahnsinn gibt es bei Pferden nicht - außer die arme Kreatur ist aus Verzweiflung oder Schmerzen zum Wahnsinn getrieben worden.
Aus meiner Sicht beginnt das Problem viel früher, nämlich auf der ebene der zig hundert ehrgeizigen und selbstverliebten Turnierreitern, die sich irgendwo zwischen E und M tummeln. Bereits dort herrscht oft ein derartiges Konkurrenzdenken und egozentrisches Selbstverherrlichen, dass bereits schon auf Turnieren, bei denen es um nichts geht, als einen Blumentopf, das Pferd unter falschem Ehrgeiz des Reiters leiden muss.
Ich bin froh, dass endlich eine Fachzeitschrift den Mut hatte, Bilder von prominenten Dressurreitern abzudrucken, die zeigen, was hinter den schillernden Kulissen abläuft. Was man auf Abreiteplätzen zu sehen bekommt, hat inzwischen mehr mit Gewalt als mit Reitkunst zu tun und man stellt sich wirklich die Frage, wie das Ganze wohl „zu Hause“ aussieht. Leider pflanzt sich die Einstellung auch in den niederen Klassen fort. Wer im Turniersport Erfolg haben will, kauft sich in der Regel ein gutes Pferd, das möglichst viel kann und in das man nicht mehr soviel Zeit für die Ausbildung investieren muss. Wie das Pferd diese Lektionen gelernt hat, ist dabei für die meisten nicht relevant.
Es wird endlich Zeit, dass sie tierquälerischen Methoden mancher Reiter auf den Tisch kommen. Solange die Richter diesen Reitern gute Noten geben und man international erfolgreich mit „dressierten“ Pferden reiten kann, wird sich nichts ändern. Man sieht es den Pferden an, ob sie ehrlich ausgebildet oder im Schnellverfahren präpariert worden sind. Stattdessen bekommen zusammengezogene und verspannte Pferde hohe Punktnoten. In vielen Fällen sieht man gar keine echte Versammlung mehr, dies wird z.B. auffallend bei den Piaffen, die oft ein reines andressiertes Gestrampel sind, bei dem das Pferd vorne immer tiefer wird während es hinten immer höher kommt – das Gegenteil des klassischen Ideals. Oder aber die Vorhand tritt immer mehr unter den Schwerpunkt und fängt die Last ab. Und last but not least – sehen denn die Richter gar nicht den verängstigten Ausdruck in den Gesichtern so mancher Top-Dressurpferde? Für viele Reiter ist es ein großes Glück, das Pferde Schmerzen schweigend erdulden- andernfalls wäre der Krach ohrenbetäubend.
Germans will never change and bring evil to the world. We will always have to be watchful!
Allerdings gibt es derartige Trainingsmethoden nicht nur im Spitzensport, sondern auch an der Basis und das sicherlich nicht nur in den Niederlanden
Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich, dass endlich jemand, ohne Angst vor Repressalien, diese tierquälerischen Trainingsmethoden offen anprangert. Wir sind die Zuschauer, wir wollen diese Pferde mit aufgerissenen Augen und Maul, mit verworfenem Genick und sich in die Brust beißen NICHT sehen.
Die rüden Methoden haben - das Vorbild erfolgreicher Spitzenreiter vor Augen – längst Einzug in den Breitensport gehalten. Die Richter fördern diese Entwicklung, indem sie das Ergebnis solcher Trainingsmethoden sehenden Auges auch noch belohnen statt es, wie Klaus Balkenhol fordert, durch Benotung des Abreitens abzustrafen.
Es war einmal mehr an der Zeit, auf diese Missstände hinzuweisen. Zu kurz allerdings der Blick in die Provinz, denn die Methoden und Vorstellungen der „Großen“ im Turniergeschehen strahlen weit – bis auf die Plätze der kleinen Dorfvereine.
Es ist an der Zeit, das, was sich auf den Abreiteplätzen tut (leider zunehmend auch bei kleineren Turnieren in Deutschland), kritisch und offen beim Namen zu nennen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass aus diesem Artikel eine massive öffentliche Diskussion über den Dressursport und seine Auswüchse entspringt – zum Wohle der Pferde und der Glaubwürdigkeit des Sports.
. Was im Großen passiert und vorgemacht wird, wird im Kleinen leider Gottes nachgeahmt. Bitte bleiben Sie dran, setzen Sie die Richter und FN unter Druck. Ich empfinde den Vorschlag von Klaus Balkenhol, Noten für das Abreiten vor einer Prüfung als sehr effektiv, um das Spreu vom Weizen zu trennen, auch bei kleinen, ländlichen Turnieren.
Was mich wirklich erschreckt ist, dass junge Mädels, bestenfalls auf L-Niveau, diesen zweifelhaften Vorbildern nacheifern und sich so die Spirale von oben bis nach ganz unten durchzieht, mit unabsehbaren Folgen für die Zukunft dieses Sports. Das zuvor noch bis aufs Äußerste verhätschelte eigene Pferd verkommt in kürzester Zeit zu Opfer des spätpubertären Ehrgeizes.
Die wenigen Ausbilder, die noch an klassischen Grundsätzen festhalten, werden belächelt und als Spinner abgetan. Es geht doch auch schneller und weniger aufwendig. Die Verantwortung für die Kreatur Pferd ist leider auf dem Schlachtfeld der Profitgier und dem Egoismus des Menschen geopfert worden.
Wir werden auch im Dressurviereck keine echten Genies mehr sehen, sondern nur noch wahnsinnig kaputte Pferde, die als Sportmaschinen ihr Programm abspule. Und wer die Sportmaschine am besten programmieren kann oder programmieren lässt, der wird dann mit Gold bedacht und gilt als großes Vorbild.
Moderne Dressur ist keine Kunst mehr, es ist kommerzialisierter Sport, der die Natur obendrein vergewaltigt.
Da werden Bewegungsmechanismen als gelungene Piaffen gelobt, die nicht einmal der Idee einer Piaffe auch nur annähernd nahe kommen. Es kann doch kein Mensch ernsthaft erwarten, dass das gemeine Reitervolk eine so genannte Piaffe bejubeln möchte, bei der die Vorhand nach hinten Richtung Schwerpunkt geschoben wird, um durch die sinnlos auf und ab hüpfende Hinterhand nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Von Durchlässigkeit, Versammlung und Hankenbeugung fehlte jede Spur. Muss man solche Darbietungen denn tatsächlich mit Noten über 80% belohnen? Pferde die keine Versammlung, keine Hankenbeugung, fehlerhafte Anlehnung und keine Durchlässigkeit zeigen können nicht ernsthaft über 60% gewertet werden… Für blinden Gehorsam haben sich fast alle Pferde 100% erstritten, keine Frage.
. Was sie Methoden in der Dressurreiterei anbelangt, so haben in den zurückliegenden Jahrzehnten die Erkenntnisse aus Tiermedizin, funktioneller Anatomie und Verhaltensforschung stets den Weg der klassischen Ausbildungslehre bestätigt. Die reiterlichen Organisationen, besonders auf internationaler Ebene, dürfen sich nicht von der Aufgabe wegducken, Missbrauch zu ahnden und solide Arbeit entsprechend zu bewerten.
Mit Ihren ausführlichen Berichten widerrufen Sie meine bisherige Einstellung als Tierschutzbeauftragter der Landeskommission Schleswig-Holstein, in der ich den Standpunkt vertrat, dass der Tierschutz im Rahmen des Pferdesports grundlegend verbessert sei!
Als Maler habe (hatte) ich mich der Dressur verschrieben – doch ich finde sie nur noch sehr selten: Die Ausstrahlung eines Pferdes, das mit Liebe und Wissen zur hohen Dressur ausgebildet wurde.
Egon von Neindorff würde sich „im Grabe umdrehen“, wenn er diese Bilder sehen müsste, die noch weit über das hinaus gehen, was vor einigen Jahren als „Rollkur“ propagiert wurde. Wenn schon anatomische, psychologische und tierschützende Argumente diesen so verbissen erscheinenden Reitern und deren Trainern nicht einleuchten: Spüren, sehen und empfinden diese denn nicht, dass die Schönheit und die Würde der ihnen anvertrauten Pferde zuschanden reiten? Wie kann ein Pferd freudig und anmutig in vertrauensvoller Partnerschaft mitarbeiten, wenn es in diese entwürdigende Demutshaltung gezwungen wird?
Leider ist der Trend zum „starken“, energischen Reiten, bei dem das Pferd in hohem Maße und physischen und psychischen Druck gesetzt wird, auch bei Reitern auf ganz normalen ländlichen Turnieren, spätestens ab Klasse L zu beobachten. Losgelassenheit und Zwanglosigkeit scheinen dabei Ausbildungsziele zu sein, die spätestens dann, wenn etwas höhere Versammlung gefragt ist, für erledigt und abgehakt gehalten werden.
Im großen Internationalen Sport begann diese Entwicklung meiner Meinung nach ganz besonders stark, als man die Kür zur entscheidenden Prüfung auch bei Championaten beförderte. Seitdem, so hart man den Eindruck, geht es immer weniger darum, das bis zur höchsten Versammlung korrekt ausgebildete Pferd zu präsentieren, sondern möglichst spektakulär, publikumswirksam und, wie Sie selbst in Ihrem Bericht über das Worldcup Finale in Las Vegas schrieben, dem Geschmack der internationalen Richter entsprechend im Viereck aufzutreten.
Wie Sie wissen, kämpfe ich seit Jahren sowohl als Ausbilder als auch bei meiner Tätigkeit als Richter für pferdegerechtes Reiten und begegne dabei ständig vielen Gleichgesinnten; von Turnierreitern bekomme ich allerdings dann meist ein großes „Aber“ entgegnet, dass sie nämlich so auf Turnieren wenig Chancen haben – und das schon in den unteren Klassen. Soll diesbezüglich tatsächlich etwas „pro Pferde“ bewirkt werden, sind als erste die Richter gefordert, die wiederum vermehrt darauf achten müssen, ob die Pferde auch bei der in der höheren Versammlung notwendigen positiven Spannung noch losgelassen, mit schwingendem Rücken und (psychisch) gelassen mitzuarbeiten in der Lage sind; sicherlich müssen manche Richter erst wieder ihr Auge dafür schulen, vor allem aber müssen sie den Mut zeigen entsprechend zu bewerten. In Dressurprüfungen der Kl. M und S hat man manchmal den Eindruck, dass nach Meinung einiger Kollegen die notwendige Versammlung bei einem losgelassen und ungestresst wirkenden Pferd gar nicht vorhanden sein kann.
Wenn die FEI, wie hoffentlich alle echten Pferdefreunde, das Pferd als „Happy Athlete“ sehen möchte, dann muss wegen der Vorbildfunktion gerade auch im Spitzensport entsprechend gerichtet und auf den Vorbereitungsplätzen für angemessen kundige und durchsetzungsbefugte Stewards gesorgt werden; wer dort zusieht muss den Eindruck haben: Wer erfolgreich bis Grand Prix reiten möchte, muss sein Pferd so drangsalieren.
Bilder, wie der ST.GEORG sei veröffentlicht hat, mit Pferden, denen der Kopf mit mechanischer Handeinwirkung und möglichst noch weggestrecktem Schenkel widernatürlich vor die Brust gezogen wird, können auf jedem großen (und wegen Nachahmungseffekts auch auf jedem kleinen )Turnier beobachtet werden. Ich selbst habe sie zwei Jahre hintereinander bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde beobachten können. Man steht als Zuschauer am Rande des Abreiteplatzes und schämt sich dafür, dass man nicht den Mumm hat, den Mund aufzumachen und die Schinderei anzuprangern Wie gut, dass es den ST.GEORG gibt, der diesen Mut hat, wenn schon die eigentlich verantwortlichen, die Kenner, Könner, Ausbilder und Tierschützer nicht eingreifen.
Bei allen Übeln in der Ausbildung von Dressurpferden tröstet es den Pferdefreund, dass es Reiter gibt wie Ingrid Klimke oder Hubertus Schmidt, die zufriedenen, dennoch effektvoll und ohne Rollkur ausgebildete Pferde vorstellen Es ist an der zeit, dass diese Vorbilder der Reitkunst sich zu Wort melden und zu Wort kommen.
Bis zum Turnier Wiesbaden 2004 hielt ich es für unmöglich ein Pferd über mehr als 5 Minuten mit dem Kopf so auf der Brust festzuziehen, das man die meiste Zeit ein Blatt Papier damit hätte einklemmen können. Das gelang Frau van Grunsven und es wurde auf dem Abreitplatz von vielen Zuschauern mit Erstaunen und kritischem Kopfschütteln betrachtet, ohne dass es irgendeine Reaktion von offizieller Seite gab. Salinero wurde auf diesem Turnier meines Wissens nicht vorgestellt .Ein guter Test für die anstehende Olympiade, dass auch dort mit stillschweigender Duldung zu rechnen sein würde. Vielen Dank für den hervorragenden Artikel , dessen Timing richtig war, da zur Zeit der EM nicht nur die Fachpresse sich für den Dressursport interessierte, sondern eine breitere Medienvielfalt. Nur durch Schaffung einer wachen öffentlichen Kritik und den hierdurch ausgelösten Druck wird - wie damals beim Barren - hoffentlich derartiges Verhalten wenigstens soweit vor den Blicken von möglichen Nachahmern versteckt, dass nicht schon Anfänger meinen ,dies sei der einzig richtige weil doch so erfolgreiche Weg .Als Dressurrichter erhoffe ich mir auch eine Reaktion von FN und FEI die für den Abreitplatz eine Entscheidungshilfe formulieren sollten, wann für die Aufsicht ein Eingreifen bei den von Ihnen kritisieren Verhaltensweisen als richtig erachtet wird.--Bitte lassen Sie sich im Interesse unserer geliebten Pferde und des Dressursportes nicht von Zauderern und denen die meinen, der Zweck heilige die Mittel, von Ihrem Weg abbringen.
Mit fadenscheinigen Argumenten sind die bewährten Grundsätze der Reiterei wortwörtlich auf den Kopf gestellt worden und damit einhergehend Begriffe wie die „lange und tiefe Einstellung“ eines Pferdes sinn- und inhaltsentsprechend bewusst falsch interpretiert und angewendet worden.
Unter Vorspiegelung tierschützerischer Maßnahmen ist zu Beispiel global zwar die völlig überflüssige Kürzung der Gerte veranlasst und auch durchgesetzt worden, gleichzeitig aber scheint der Blick für die häufig auf Vorbereitungsplätzen malträtierten Pferde getrübt zu sein. Und den Steward, dem vermeintlich schwächsten Glied in der Kette der Verantwortlichen, ist die Hauptlast weitereichender Entscheidungen aufgebürdet worden.
Eine Korrektur des eingeschlagenen Irrwegs ist daher dringend angezeigt und scheint nur möglich, wenn sich weltweit verantwortungsbewusste, dem Wohle des Pferdes und der Skala der Ausbildung verpflichtet fühlende, Veterinäre, Trainer, Reiter und Richter als Anwälte für die Pferde einbringen. Besonders führende Veterinäre sind gefordert, die Folgen aufzuzeigen, Persönlichkeiten mit Rückrad, die sich gehör verschaffen und sich weder einschüchtern noch gleichschalten lassen.
bronvermelding: http://www.st-georg.de/
Intro
Intro
Intro English
PMTV
Boek
Seminar PMTV
Deutsch Intro
Ulrike Thiel
Möglichkeiten
Ausbildung
Buchbesprechung
Seminare
Programm Seminar
Kurse
Workshops und Kurse
Concept
Concept
Werkvormen
De Methode
Voor wie ?
Hippische Filosofie
FEI reglement
Onze mening
Discussie LDR
Reactie Sjef Janssen
Links
Literatuur
Bronvermelding
Artikel St.Georg
Reacties artikel
DRV statement
Commentaar FN
Mijn Motivatie
Tegenspreken mag
Uitleg
Beide opvattingen
LDR geschiedenis
De loodlijn
Durchlässigkeit
Learned Helplessness
FEI report
FEI report
Commentaar beroepsru
Oproep
DVD beschikbaar
Videoanalyse
Videoanalyse
Videoanalyse
DVD English
DVD Nederlands
Comments
Comments
forced helplessness
Klassieke rijkunst
Hip.Sportpsychologie
Onafhankelijke Zit
Werken aan de longe
Equitherapie
Functie paard
Geschiedenis
Vormen
Pedagogisch
Lichaamsgericht
Psychotherapie
Het PMTV-Modell
DVD
Aanbod
Aanbod
x Zoek per Doelgroep
De Paardenliefhebber
De Recreatieruiter
De Wedstrijdruiter
De Instructeur
De Equitherapeut
De Client
De Manager
x Zoek per Thema
*T Zelfervaring
*T Angstbegeleiding
*T Onafhankel.zit
*T Harmonie
*T Sportpsychologie
*T Longeren
*T Equitherapie
x Zoek per Werkvorm
* Workshops
* Cursussen
*Opleidingen
*Teambuilding
*Clinics
*cl.angst
*Voordrachten
*Opl.Equitherapie
*Curs. Workshops
*Opl.HippoCoach
Opl. HippoCoach
Individuele Begeleid
Leertraject
Zitcorrectie
Angst en Spanning
Longerern
Prestatie
Begel.Combinatie
Analyse Harmonie
Coaching Instructeur
Analyse beweging paa
Equitherapie
Equith voor kinderen
Equith voor volw.
OPV
PMTV
*psychotherapie
Psychotherapie
*zelfervaring
*supervisie
*orthoped.voltigeren
*projectontwikkeling
*clinics
*angstbegeleiding
*psychosociale begel
Opl.Equitherapie
Opleiding SHP-E
Opleiding 2010 11
Antwoordformulier
Bijscholingen
Toelatingseisen
Kosten
Organisatie
Stageplaatsen
Algemene voorwaarden
Reactieformulieren
Symposium harmonie
Overzicht
Symposia
Aanbieding
Extern
Agenda
Agenda
Alg.Voorwaarden
Verzekering
Nieuwsbrieven
Bijscholing SHP-E(NL
Nieuws
Nieuws 2007-2008
Nieuws 2005-2006
DOHK
Basel 2006
Voltigeleiderexamen
Module Klüwer
Nieuwsbrief okt 2006
examen Equitherapie
Congresbijdrage
Nieuwsbrief nov06
INterviewPferdesport
Seminar Xenophon
examens 2008
De Paarden
De Paarden
De Persoon
De Persoon
In het Kort
Dankbetuig
Homo Equitabilis
The person
Boeken etc
Boeken etc
Beter Paardrijden
Over het boek 1
Over het boek 2
DVD
Clinic
Boek Psychotherapie
Aanbev. literatuur
Publicaties
Boek Psyche
Referenties
Referenties
Persberichten
Citaten
Equitherapie
Client Stefan
Stal Van Baalen
actueel commentaar
Leerlingen Cursisten
Zit-Angsttraject
Evaluatie zitlessen
Een 50 plusser
Bang na ongeluk
Zitverbetering
Shyrley van der Meer
zitworkshop
Stakend paard
Studenten Equitherap
Publicaties
Stagiaires
Paardenmanagement
Diermanagement
Afstuderen
Psychologie
HBO psychologie
Paardenhouderij
Paardenmanagement 2
Contact
Contact
Route
Hotels
Mailinglijst
Gastenboek
Aanmelden
Cursussen online
Cursussen post/fax
Aanmelden stage
Opl. HippoCoach onli
Opl.Equitherap. post
Opl.Equith. online
Registration Form
Reactieformulieren
Informatie opvragen
Afmelden Nieuwsbrief
Symposium Harmonie, Balans, Wellness en Sport
Bestellen DVDs Hyper
My personal comment
Links
Links